Frieden

Theater Schule Schloss Stein.
Ein Stück Theater mit Musik

 

Inhalt und Ablauf:

„Kinderkreuzzug“ von Bert Brecht

Text aus „Mutter Courage“ von Bert Brecht

„Bomb my Home“ Text und Musik von Wolfgang Ramadan

„Sergeant Waurich“von Erich Kästner

„Das letzte Kapitel“ von Erich Kästner

„Werkzeug deines Friedens“ von Franz v. Assisi.

Übersetzung und Musik von Wolfgang Ramadan

„Fantasie von Übermorgen“ von Erich Kästner

„Bomb my Home“ Text und Musik von Wolfgang Ramadan

 

„I nackl an der Himmelstür“ von Bob Dylan

In der bairischen Fassung von Wolfgang Ramadan

„Kantate de Minoribus“ von Erich Kästner

„Kennst Du das Land, wo die Kanonen Blühen?“

von Erich Kästner. Musik: Wolfgang Ramadan

„Vater und Sohn über den Krieg“ von Karl Valentin

„Legende vom toten Soldaten“ von Bert Brecht

„Jetzt“ Text und Musik von Wolfgang Ramadan

„Die Entwicklung der Menschheit“ von Erich Kästner

 

Sprachtraining: Brigitte Olschanowsky

Bei den Proben Anwesend: Hartmut Baum, Brigitte Olschanowsky, Wolfgang Ramadan

 

Premiere Freitag 19.Dezember 2003

Wiederholung während der Literaturtage

Am 11. Februar 2004 um 18.30 Uhr

www.schule-schloss-stein.de

 

„STEINKLANG“

 DIE THEATERGRUPPE DER SCHULE SCHLOSS STEIN

Theater hat in der Schule Schloss Stein Tradition.

Der Regisseur Percy Adlon, bekannt als Regisseur z.B. von „Out of Rosenheim“ war als Schüler in Stein und ist auch heute noch der Schule verbunden.

Bei der CD-Produktion zu den Steiner Literaturtagen 2004waren die Steiner Schüler für ihre Texte selbst verantwortlich.

Jeder Schüler sang den von Ihm selbst geschriebenen Text ins Mikrophon.

Der Text den sie auch selbst vertonten, besonders der Refrain wurde zum Ohrwurm:

It´s up to you

What ever you want

What ever you do

It´s up to you

 

Benutz den Verstand

Es liegt auf der Hand

Es wär doch gelacht

Stein ist was ihr draus macht!

 

Jetzt bearbeitete „Steinklang“  Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“.

Hier stellte sich die Frage: Wie würden es  William Shakespeares Protagonisten heute sagen?

Die „Steiner Bearbeitung“ hat am 30. Juli 2004 Premiere.

 

Alle Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Erzieher und Theaterbegeisterten sind herzlich eingeladen zur „Welturaufführung“ der „Steiner Bearbeitung“ von “ Der Widerspenstigen Zähmung“.

 

STEINKLANG die Theatergruppe der Schule Schloss Stein freut sich auf Sie!

Schüler der Schule Schloss Stein spielen Sharkespeare
„Der Widerspenstigen Zähmung“

Standing Ovations für die „Steiner Zähmung“

„Steinklang“ begeistert mit eigener Bearbeitung des Textes und professioneller Lust am Spiel

Im Dezember berichtete das Trostberger Tagblatt über „Beklemmende, erschütternde, zynische und nachdenkliche Texte zum Thema Frieden“ die von Schülern der Schule Schloss Stein wegen des Irakkrieges auf die „Bretter die die Welt bedeuten“ gebracht wurden. Aus diesem Ensemble entstand bei einer erfolgreichen CD-Produktion im Februar „Steinklang – Theater Schule Schloss Stein“.  Diesen Freitag hatte „Steinklang“ sich das Ziel gesteckt das Publikum aufzuheitern und beste Unterhaltung zu bieten. Es spielte deshalb William Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“. Schon von Beginn zog das Ensemble das Publikum in seinen Bann, es jubelte begeistert und bog sich vor lachen! Unter der Regie von Wolfgang Ramadan schufen die Schüler der Schule Schloss Stein eine rasante Bearbeitung die die Lachmuskeln des Publikums arg strapazierten. Die Handlung kennt jeder: Alle wollen die sanfte Schöne, die widerborstige Schwester nimmt keiner. Gerade die soll aber zuerst verheiratet werden. Endlich erbarmt sich Petruchio, ein Mitgiftjäger, der garstigen Katharina und schafft es sie zu „Zähmen“.

Es macht Sinn, in einem Stück, das der Comedia dell´Arte nahesteht – derb, überspitzt, urkomisch -, die Personen nicht nach gestelzter Shakespeare-Manier, sondern sie wie es aus dem losen Mundwerk natürlich herauspoltert reden zu lassen. „Sehr frei nach Shakespeare“ übertrugen die Schüler gemeinsam mit Wolfgang Ramadan ihren Text direkt aus dem englischen Original und bedienten sich darüber hinaus, übrigens ganz im Sinne Shakespeares, auch bei Übersetzungen bekannter und unbekannter Autoren. Die Dialoge strotzen vor mitreissender Komik, prallem Leben, Anspielungen und Jugend, so dass der Zuhörer kaum den Schlussreim erwarten kann, den Ramadan geschickt inszeniert. Der witzige Lucentio (Mike Nedelko) schmachtet „ich liebe die Liebe die Liebe, die Liebe liebt mich, doch die die ich liebe die liebt mich noch nicht“, sein Diener Tranio (Helen Flämig) freut sich: „Spannt nur bis Euch die Augen platzen!“ und schlüpft dann professionell in die Rolle des Schneiders Rudolf Mooshammer. Biancas Freier, der Gitarre spielende Hortensio (Preston Jones),  provozierte mit seinen Songs Beifallsstürme „Bianca pass bitte auch dich auf:  Jedermann, jedermann will auch dich drauf…“.  Bei der atemberaubenden Bianca (Tatjana Blüchel) ist sofort klar warum jeder hinter ihr her ist und sich vor Hortensio in acht nimmt mit den Worten „Mein Herr seid ihr versaut – nicht das der meine Unschuld raubt…“. Ihr Vater Baptista freut sich in schönstem Bairisch über die bevorstehende Doppelhochzeit „wenns weiter so gut lafft, wird boid um d´Hebamm grafft“. Der falsche Vater (Andi Pourat) und der echte Papa Vincentio (Benjamin Wessel) faszinieren mit Spiegelszenen, Pantomime und Karateeinlagen. Die reiche Witwe (Charlotte Guiol)  kleine Rolle – großer Auftritt, sorgt mit Ihren 10 Jahren für Lachsalven. Alexander Hlavac gibt gekonnt den listigen Petruchio, gewürzt mit ein wenig Grausamkeit: „im Falle eines Falles bedarf es eines Peitschenknalles“  und die hinreißende Katharina (Miriam Spillmann) hat alle Rollen ausgezeichnet drauf, sowohl die Widerspenstige als auch die Gezähmte. Als solche schimpt sie in ihrer bairischen Schlussrede so perfekt und energiegeladen, daß man denkt Shakespeare sei erst echt auf bairisch: „Deines Gurus,  Meisters ganzes Glück, ist sein blitzblank neues KFZ, des hast du dir vom Mund abgspart – jetzt sei froh wenn er di zum Bahnhof fahrt!“.

Das Ensemble zeigte gekonnt Schmerz, Freude,  Ironie, Humor, Gier, Großzügigkeit, das Unschuldige und das Hinterfotzige. Große Ausdruckskraft wurde mit großer Lust am Spiel auf die Bühne gezaubert. „Steinklang“  spielte sich in ihren prunkvollen, originalgetreuen elisabetanischen Kostümen der Textilrestarautorin Monika Kager mühelos in die Herzen des Publikums.  Sie boten mit Ihrer „Welturaufführung der Steiner Bearbeitung“  ein Darbietung, wie sie wohl zu Shakespeares Zeiten gespielt wurde. Wolfgang Ramadan hat eine leidenschaftliche Inszenierung auf die Bühne gestellt die auch William Shakespeare fasziniert und mitgerissen hätte. Das dies kein Zufall ist liegt wohl an der Tatsache, das Wolfgang Ramadan seit zwölf Jahren alljährlich die „Zähmung“ auf die Bühne bringt, jedesmal anders, besonders seine bairische Übersetzung und Inszenierung wird umjubelt. Die „Steiner Zähmung“ zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß sie von ihm speziell für Schüler konzipiert nur sechzig Minuten dauert und sehr frei mit Sprache und Dialekt umgeht..  Standing Ovations und nicht enden wollender Schlussapplaus war der verdiente Lohn für harte Proben, Pünktlichkeit und Teamgeist der Schauspieltruppe. Selbst kranke Omas, verletzte Pferde oder wichtige Geburtstags- und Abschlussfeiern konnten das Ensemble „Steinklang“ nicht vom üben abhalten.  Eltern, Schüler, Lehrer und Theaterbegeisterte verließen enthusiastisch die „Steiner Zähmung“ mit großer Lust auf mehr „Steinklang“.

Wolfgang Windorfer

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