Wolfgang Ramadan: „Leben ist Lieben!“

Wolfgang Ramadan ist ein witziger Entertainer. Dabei wurde er als Kind von einer Pflegefamilie zur anderen gereicht. Jahre hat er gebraucht, um mit der Angst vor dem Verlassen werden umzugehen. „Ich wurde herumgereicht wie ein Stück Brot“ – wenn der Kulturmanager, Poet und Musiker Wolfgang Ramadan über seine Kindheit redet, bleibt einem die Luft weg: Die ersten Lebensjahre verbringt er bei sechs verschiedenen Ziehmüttern. Und als ihn seine leibliche Mutter endlich zu sich nach Hause holt, bekommt er vom Stiefvater regelmäßig Schläge. Wolfgang flüchtet sich in Traumwelten und verbringt viel Zeit in der Sporthalle.

Als Leichtathlet und Handballer bekommt er endlich das, was er so lange vermisst hat: Anerkennung. Mit 15 Jahren zieht er von zu Hause aus. Er will Musiker werden, kündigt seine Anstellung als Einzelhandelskaufmann und tingelt um die Welt. Wolfgang ist aufgeschlossen, hat viele Freunde, lebt sein Leben in vollen Zügen. Doch dann reißt das Ende einer Liebesbeziehung alte Wunden auf: Von einem geliebten Menschen verlassen zu werden, ist für Wolfgang das schlimmste aller denkbaren Szenarien. Als er nicht mehr weiter weiß, lädt ihn ein indischer Arzt zu sich ein. Insgesamt fünf Jahre verbringt Wolfgang in Indien. In dieser Zeit wird er ein anderer Mensch: Meditation und Gesang, Literatur und das Schreiben von Gedichten helfen ihm, die Wunden seiner Kindheit zu heilen: „Mir war plötzlich klar: Leben ist Lieben und Lieben ist Geben und Geben ist Leben.“ Und damit beginnt das zweite Leben des Wolfgang Ramadan. Schritt für Schritt geht es aufwärts, und am Ende findet er sogar seine große Liebe.

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